Pastoralraum Hardwald am Rhy Birsfelden, Muttenz, Pratteln/Augst, Missione Cattolica Italiana 

Römisch-katholische Pfarrei Muttenz

Johannes Maria Vianney (Pfarrer von Ars)

Schüler/innen

Religionsunterricht

Im Sinne ganzheitlicher Bildung ist Religion Bestandteil der Stundentafel der Schülerin und des Schülers. Religiöse Fragen tauchen im Schulalltag auf und finden Antworten. Der Religionsunterricht an den Schulen des Kantons Basellandschaft findet auf der Primar- und auf der Sekundarstufe statt und wird durch die Landeskirchen und die anderen kantonal anerkannten Religionsgemeinschaften organisiert. Der Religionsunterricht wird von ausgebildeten Religionslehrpersonen erteilt.

Primarstufe

In Muttenz wird in der 1. – 6. Klasse der Religionsunterricht konfessionell-kooperativ „ökumenisch“ erteilt. Die Vorbereitung für die Erstkommunion findet ausserhalb der Schulzeit statt.

Oberstufe

Auf der Sekundarstufe wird der Religionsunterricht konfessionell getrennt erteilt. Er findet in der Oberstufe (7. Klasse) wöchentlich während einer Schulstunde statt.
In der 8. Klasse werden 2 Projekttage ( einer im Herbst und einer im Frühling ) während der Schulzeit durchgeführt. Die Einladungen dazu erfolgen jeweils ca. 2 Wochen vor dem Anlass. Die Daten sind bereits Anfangs Schuljahr auf der Jahresplanung der Schule vermerkt.
Während des 4. Schuljahres findet die Vorbereitung auf die Firmung für alle Sekundarstufen ausserhalb der Schulzeit statt. Die Daten der Anlässe sind bereits Anfangs Schuljahr festgelegt. Die Firmung findet immer am Auffahrts-Wochenende ( Samstag und Sonntag je eine Gruppe Firmlinge ) des laufenden Schuljahres statt.

Inhaltliche Schwerpunkte Oberstufe A E und P
Die jeweiligen Themen sind sehr vielfältig und der „Handreichung für kirchlichen Religionsunterricht an den Schulen des Kantons Basel-Landschaft“ entnommen. Die Jugendlichen setzen sich mit den vielen Fragen des Lebens auseinander. Auf Wunsch wird auch auf Themen und Anliegen der Schüler und Schülerinnen eingegangen. Der Religionsunterricht versteht sich als Angebot nach dem Sinn des Lebens und nach Gott zu fragen und Antworten auf diese Fragen zu finden. Die religiöse Bildung will mithelfen, ein tragendes Lebens- und Gottesvertrauen aufzubauen und zielt auf ein Leben in Zuversicht, Verantwortung und Mitmenschlichkeit ab.

Beitrag aus der Kirche heute Nr. 52/2017 Basel-Stadt:

Wie können wir Jugendliche auf ihrer Suche unterstützen?
Was werden sie später einmal über unsere Generation sagen? Wie haben wir gedacht, gefühlt und gehandelt, woran geglaubt? Wie viele Menschen vor uns, Gelehrte, Philosophen und Theologen versuchten die Welt zu erklären? Der griechische Philosoph Empedokles meinte: „Die Menschen sind bloss von gerade dem überzeugt, was ein jeder erfahren hat.“ Auch Papst Franziskus hat diesen Gedanken aufgegriffen und gesagt, dass wir von unseren Erfahrungen, die wir im Glauben immer wieder machen, Zeugnis ablegen sollen. Auch ich bin davon überzeugt, dass die Erfahrungen, die der einzelne Mensch im Laufe seines Lebens macht, seine Gedankenwelt und seinen Glauben beeinflusst.

Das Interesse der Jugendlichen am Glauben
Als Religionslehrerin werde ich immer wieder darauf angesprochen, ob sich die Jugendlichen denn noch überhaupt für „Religion und den Glauben“ interessieren und ob es nicht schwierig sei, dieses Alter zu unterrichten? Im Gegenteil. Wichtig ist es ihnen die Möglichkeit zu bieten all ihre offenen Fragen, Bedenken, Gedanken und Anliegen vorzubringen und sie dabei ernst zu nehmen. Jugendliche brauchen Unterstützung und Halt auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens. Dann sind sie auch offen, ihre eigenen Erfahrungen in die Diskussionen einzubringen und können so auch auf ihrem Glaubensweg weiterkommen.

Unterricht in den Schulen und Pfarreien
Im Kanton Baselland unterrichten wir auch in der Oberstufe noch an der Schule und es nehmen alle Jugendliche im konfessionsgetrennten Unterricht teil. Im Kanton Basel-Stadt ist er leider nicht mehr im Stundenplan integriert. Doch bieten die Pfarreien der RKK den Unterricht an. Leider erreichen wir dort aber nicht mehr alle Jugendlichen, da viele mit ihren Hobbys sehr verplant sind oder sie es nicht als wichtig empfinden, sich weiterhin mit den Glaubensfragen auseinanderzusetzen. Doch wäre es gerade in diesem Alter wichtig einen Ort zu haben, wo sie ihre gemachten Bilder über ihren Glauben und die Kirche reflektieren können und dürfen, um so in ihrem Glauben zu wachsen. In meinem Unterricht versuche ich ihnen auch aufzuzeigen, was Kirche ist und dass auch sie einen Teil zu einer „besseren Welt“ beitragen können, mit ihrer Haltung und Lebenseinstellung. Auch wenn viele Jugendliche sich in der Kirche nur selten blicken lassen, bin ich davon überzeugt, dass wir im Religionsunterricht die Möglichkeit haben, den Samen zu setzen.

Religionsunterricht mit „Wegweiser“
Mit dem Wegweiser und dem Wort „Sehnsucht“ kommen wir den vielen Fragen auf die Spur: suchen, sehen, sehnen nach… Liebe, Geborgenheit, Sinn, Glück, Beruf, Familie, Freizeit, Ferien, Zufriedenheit, Freundschaft, Freiheit, Gott, Glaube, Antworten…….
Und nun kurz vor Weihnachten, stellt sich auch bei Ihnen die Frage, was die Geburt dieses Kindes mit dem eigenen Leben zu tun hat? Ich gebe Ihnen folgende Zeilen aus Brasilien mit auf den Weg:
„Jedesmal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten. Wenn wir Verständnis zeigen für die Kinder, wenn wir einem Menschen helfen, wenn jemand beschliesst, ehrlich zu leben, wenn ein Kind geborgen wird, wenn du versuchst, deinem Leben einen neuen Sinn zu geben, wenn wir einander ansehen, mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten. Denn es ist geboren die Liebe, der Friede, die Gerechtigkeit, die Hoffnung, die Freude, denn es ist geboren Christus, der Herr.“

Andrea Moren-Kreuzweger (Religionslehrerin Oberstufe)